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COVID-19 Prävention in Musikvereinen 

Stand: 14.09.2020

Mit der schrittweisen Öffnung der Kulturszene kehren immer mehr Beteiligte in ihre Interessengebiete zurück. Gleichzeitig gilt es, die Infektionsgefahr für Beteiligte so weit als möglich zu minimieren. Daher müssen allgemeine Gesundheitsschutzmaßnahmen für die Blasmusik auf Vereinsebene bestmöglich umgesetzt werden.

Die in diesem Handbuch dargestellten Maßnahmen zum Gesundheitsschutz im Blasmusikbereich sollen Musikvereine und MusikerInnen bei der Umsetzung in die Praxis unterstützen. Als Hilfestellung für Musikvereine gibt es eine Checkliste und ein Plakat am Ende des Handbuchs. Musikvereine und MusikerInnen sind gemeinsam gefordert, die Maßnahmen umzusetzen und zu leben - nur gemeinsam schaffen wir den Wiederanlauf von Proben und der Vereinstätigkeit.

Diese Phase bedeutet für viele Musikvereine ein Zurückkehren von "Home-Practice" auf den normalen Musikvereinsbetrieb, wobei dies schrittweise erfolgen sollte. Insgesamt soll die Umsetzung der Empfehlungen ein angemessenes Maß an Schutzmaßnahmen gewährleisten und gleichzeitig eine Rückkehr der Musikvereine in den Normalbetrieb ermöglichen.

Die nachfolgenden Empfehlungen können nur Rahmenbedingungen darstellen und sind an die jeweiligen Musikvereine, insbesondere an Musikvereinsgröße, Musikvereinskultur, Mitglieder sowie die Prozessstruktur individuell anzupassen. 

Hier ist die derzeit gültige Verordnung zu finden:  https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011162 

Hier sind die Interpretationen der Verordnungen für die Blasmusik: https://www.blasmusik.at/coronavirus-covid-19

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titleAls Grundsatz gilt für alle und immer

 "Niemals krank oder mit Symptomen zur Musikprobe/zum Konzert"


Der folgende Leitfaden ist eine Empfehlung des Österreichischen Blasmusikverbandes (ÖBV) und dient als Grundlage für die Wiederaufnahme von Proben- und Auftrittstätigkeiten österreichischer Musikvereine (ab 29.5.2020). Er dient als Unterstützung für die Bundesländer und die jeweils zuständigen Verbände.

Aus diesem Grund kann bzw. muss dieser Leitfaden gegebenenfalls in Zusammenarbeit dem verantwortlichen Landesverband/Verein für regionale Festlegungen (Gemeindewesen, Musikschulwesen, …) angepasst und modifiziert werden.

Grundlage dieses Leitfadens sind die Erkenntnisse und Vorgaben der österreichischen Bundesregierung und ihrer Expertenstäbe sowie die Erkenntnisse und Vorgaben der Landesregierungen und ihrer Expertenstäbe zum oben genannten Datum. Da sich der Kenntnisstand aller Beteiligten laufend ändert bzw. erweitert, ist gegebenenfalls eine Anpassung der in diesem Leitfaden genannten Maßnahmen vorzunehmen.

  • Schwerpunkt Probenbetrieb 

  • Schwerpunkt Konzertbetrieb Veranstaltungsbetrieb


Hier geht es zu den einzelnen Bereichen 

Table of Contents

zum Anhang



Die wichtigsten Schutzmaßnahmen

In der Blasmusik/Kulturwelt sind die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Menschen vor einer Ansteckung:

  • die Einhaltung eines Mindestabstandes von einem Meter

  • Einhaltung der allgemeinen Hygienemaßnahmen

  • korrekte Händehygiene (Wäsche und Desinfektion)

  • korrekte Hustenetikette

  • Vermeidung von Händeschütteln

  • keine Berührungen des eigenen Gesichtes mit möglicherweise kontaminierten Händen

  • bei Anzeichen von Symptomen oder Krankheit zu Hause zu bleiben

          

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COVID-19 Ansprechperson

Zur Beantwortung von Fragen zum Thema "Coronavirus" und den umzusetzenden Schutzmaßnahmen ist eine «COVID-19-Ansprechperson»  im Musikverein zu ernennen. Idealerweise übernimmt diese Funktion der Obmann/die Obfrau bzw. ein von ihm/ihr Betraute/r. Ist die «COVID-19-Ansprechperson» nicht in der Lage die Fragen zu beantworten, so ist der Landesverband bzw. der Österreichische Blasmusikverband zu kontaktieren.

Die «COVID-19-Ansprechperson» hat in regelmäßigen Abständen die Umsetzung und Einhaltung der im Musikverein und/oder auf dem Vereinslokalitäten getroffenen Schutz- und Hygienemaßnahmen zu kontrollieren und falls notwendig zu korrigieren.

Die «COVID-19-Ansprechperson» ist bei Instruktionen sowie Informationen von Mitgliedern und vereinsfremden Personen bekannt zu geben.

Es gilt für alle der Grundsatz "Niemals krank oder mit Symptomen zur Musikprobe/-konzert" 

Es sollte eine Handlungsanleitung erstellt werden, wie rasch vorgegangen werden kann, wenn ein/e MusikerIn oder eine Person im unmittelbaren Umfeld des/r MusikerIn an Covid-19 erkrankt oder krankheitsverdächtig ist.

Empfehlung Rotes Kreuz: https://www.roteskreuz.at/fileadmin/user_upload/Images/News/2020/corona-quarantaene_arbeitsplatz.pdf

COVID-19 Beauftragter

Auf Grund der aktuellen Rechtslage hat jeder Veranstalter von Veranstaltungen mit über 100 200 Personen einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dieses umzusetzen. Die COVID-19-Ansprechperson des Musikvereins könnte im Falle einer Veranstaltung des Musikvereins die Rolle des COVID-19-Beauftragten aus praktischer Sicht übernehmen. Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter und basierend auf einer Risikoanalyse Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos zu beinhalten. Hiezu zählen insbesondere:
1. Regelungen zur Steuerung der Besucherströme,
2. spezifische Hygienevorgaben,
3. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion,
4. Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
5. Regelungen betreffend die Verabreichung von Speisen und Getränken.

In Kürze werden wir hier eine Regel/Checklisten-Übersicht zur Verfügung stellen.


Schutzmaßnahmen pro Phase im Detail

Der Aufbau des Leitfadens berücksichtigt die Phasen VOR / NACH und WÄHREND  der Probe bzw. dem Auftritt (Konzertbetrieb | Veranstaltungsbetrieb).

VOR und NACH der Probe / dem Auftritt

Für die Anreise zur jeweiligen Beladeeinrichtung (Auftrittsort) gelten die vom Krisenstab der Bundesregierung vorgegebenen Verhaltensregeln im öffentlichen wie im privaten Bereich:

  • In Fahrzeugen dürfen pro Reihe - inklusive FahrerIn - maximal zwei Personen befördert werden.
  • Einhaltung des Sicherheitsabstands von mindestens einem Meter zu anderen Personen

Gemeinsame Fahrten zur Probe/dem Auftritt:

  • Grundsätzlich soll die An- und Abfahrt zur Probe getrennt erfolgen.
  • Transport der MusikerInnen nur, wenn der Sicherheitsabstand im Fahrzeug eingehalten werden kann bzw. pro Reihe dürfen maximal 2 Personen - inklusive FahrerIn - transportiert werden.
  • Personenkreis, der ein Fahrzeug gemeinsam (gleichzeitig oder nacheinander) benutzt, möglichst beschränken.
  • Regelmäßige Reinigung von gemeinsamen Transportmöglichkeiten

Sicherstellung des stufenweisen Eintreffens der ProbenteilnehmerInnen.

Ein geselliges Zusammensein nach den Proben/Konzerten (z.B. Geburtstagsfeiern, Jause) ist unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zwar möglich (Sicherheitsabstand, ...) aber praktisch gesehen derzeit eher zu vermeiden bzw. auf ein Minimum zu reduzieren.


Maßnahmen im Musikvereinsgebäude

Vor Probenbeginn sicher zu stellen:

  • Den Probenbereich vor der ersten Probe bzw. wiederkehrend vor jeder Probe auf Mindestabstand von 1 Meter vorbereiten und ausrichten (eventuell Bodenmarkierungen anbringen) um ein gesichertes Einnehmen der Plätze durch die Musiker und Musikerinnen im 1m Abstand sicher zu stellen. Dies gilt auch für Veranstaltungsorte im Rahmen der Vorfeldorganisation sicher zu stellen und durch die «COVID-19-Ansprechperson » entsprechend zu kontrollieren. 

Beim Betreten des Probelokals gilt:

  • Eine Ansammlung von Menschen beim Eintreffen in der Einrichtung ist auf jeden Fall zu vermeiden. Bei Bedarf ist durch ein Leitsystem im Gebäude (z. B. Bodenmarkierungen) zu gewährleisten, dass der notwendige Sicherheitsabstand eingehalten werden kann.
  • Der Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zu jeder anderen Person muss dauerhaft gewahrt bleiben (z.B. beim Aus- und Einpacken der Instrument). 
  • Ein Aufenthalt in Foyers, Gängen etc. ist möglichst zu vermeiden. Die MusikerInnen müssen sich auf direktem Weg in den Probenraum begeben und nach Beendigung der Probe das Gebäude wieder auf direktem Weg verlassen - eventuell ist eine gesonderte Ein- und Ausgangswegs Organisation machbar.
  • Die Benutzung von Liftanlagen ist nach Möglichkeit zu vermeiden und soll vorzugsweise Menschen mit besonderen Bedürfnissen und eventuell notwendigen Transporten von Instrumenten vorbehalten sein. Der Mindestabstand muss eingehalten werden.
  • Es sind im Gebäude an geeigneten Stellen deutlich sichtbare Hinweisplakate auf die Sicherheitsbestimmungen auszuhängen – Informationsplakate des ÖBV bzw. BMG/ÖRK verwenden!
  • Die Eltern bzw. die MusikerInnen sind davon in Kenntnis zu setzen, immer mindestens 1 Meter Abstand zu anderen Personen zu halten. Kann der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet werden, wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (MNS) empfohlen.
  • (Musik-)Vereinsfremde Personen dürfen das Gebäude nur in Ausnahmefällen und nur mit Genehmigung der Vereinsleitung betreten. Dies betrifft im Regelfall auch die Eltern von MusikerInnen. Ausnahmesituationen – z.B. Instrumententransport – werden mit den Verantwortlichen im Vorhinein vereinbart.
  • Eine andere Handhabung für das Betreten des Gebäudes ist möglich, wenn entsprechende Maßnahmen zur Einhaltung der geltenden Sicherheitsbestimmungen getroffen werden (z.B. gemeinsame Nutzung mit Musikschulwerk).

Unmittelbar nach dem Betreten der Probeeinrichtung gilt:

  • Immer mindestens 1 Meter Abstand halten. Kann der Sicherheitsabstand nicht gewährleistet werden, wird das Tragen eines MNS empfohlen.

Hände waschen/desinfizieren:

  • Jede Person muss sich unmittelbar nach dem Betreten und vor Verlassen der Lokalität gründlich mit Wasser und Flüssigseife die Hände waschen (mind. 30 Sekunden, die Wassertemperatur spielt dabei keine Rolle).
  • Eine Möglichkeit zur Händedesinfektion MUSS zur Verfügung gestellt werden.


WÄHREND der Probe / dem Auftritt

Maßnahmen im Probelokal und im Auftrittsbereich:

  • Zusätzlich zu diesen oben genannten gültigen Hinweisen gibt es instrumentenspezifische Regelungen:

    • Alle MusikerInnen haben ihre eigenen Instrumente zu verwenden (SchlagwerkerInnen, KapellmeisterInnen, StabführerInnen - sollte dies nicht möglich sein, sind Handschuhe zu tragen). 

    • Es wird angeraten, das gesamte Querflötenregister in die erste Reihe zu setzen. 

    • Auf Hygiene bei Mundstücken, Mundrohren bzw. generell bei Instrumenten achten und gegebenenfalls desinfizieren bzw. so wenig wie möglich den Rand mit den (bloßen) Händen berühren. Bei Holzblasinstrumenten nach Möglichkeit Kunststoffplättchen verwenden anstatt Holz - diese sind leichter zu desinfizieren.

    • Sollten MusikerInnen in Kontakt mit dem eigenen Speichel kommen, z. B. beim Reinigen der Instrumente, sind die Hände sofort zu desinfizieren.

Im Probelokal und Auftrittsbereich gilt grundsätzlich Abstand zu halten:

  • Am Ort der musikalischen und auch organisatorischen Tätigkeit ist zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten, sofern nicht durch entsprechende Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Wenn möglich kann für 'Arbeitsplätze' auch ein größerer Abstand von zwei bis drei Metern vorgesehen werden. Risikobereiche müssen identifiziert werden, wie z. B. bei einem Zusammentreffen mehrerer Personen (MusikerInnen/Mitglieder) an einem Ort oder hohe Frequenz von KundInnenkontakt (Ein-/Ausgänge, Sanitäreinrichtungen, …). Der Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zu jeder Person muss dauerhaft gewahrt bleiben (auch in den Pausen, beim Konsumieren von Getränken, etc.). 

  • Vom Dirigenten/Von der Dirigentin zu den MusikerInnen sollte der Abstand nach Möglichkeit größer als ein Meter sein. Alternativ wird ein Gesichtsschild oder eine technische Trennwand empfohlen. 
  • Räumliche Maßnahmen sind z.B. Trennwände, Raumteiler, Scheiben, „Barrikade“ errichten, damit der Abstand eingehalten wird (z. B. Tisch vor Empfangspult stellen), Diskretions- und Abstandsbereiche kennzeichnen (z. B. mit Klebeband am Boden), Wartezonen schaffen, Personenzahl je nach m2 (z. B. vor dem Eingang)

  • Marschproben sind nur unter dem gesetzlich gültigen Mindestabstand möglich.

Raumgrößen beachten:

  • Aus dem Verhältnis von Mindestabstandsregeln, Hygieneregeln, Beschaffenheit des Raumes und Anzahl und Positionierung der Personen ergibt sich die Notwendigkeit entsprechender Raumgrößen.

  • Davon hängt die Entscheidung ab, ob eine Gruppen- oder Gesamtprobe abgehalten werden kann oder nicht.

Positionierung im Raum:

  • Für die korrekte Positionierung der Personen im Raum zur Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen werden Hinweisschilder bzw. Bodenmarkierungen empfohlen (grundsätzlich einen Meter). 

  • Laut aktueller Studien ist der Aerosolausstoß bei Querflöten etwas höher, daher sollte der Abstand dementsprechend 1,5 Meter betragen. 

Hände waschen und desinfizieren:

  • Zu Beginn und am Ende der Probe müssen die Hände gewaschen werden und gegebenenfalls (Sonderfälle) auch desinfiziert werden. Ist eine Pause geplant, sollten davor und danach ebenfalls die Hände gewaschen (ggf. desinfiziert) werden. 
  • Der Waschvorgang soll mind. 30 Sekunden und mit Seife durchgeführt werden, die Wassertemperatur spielt dabei keine Rolle. 
  • Eine Desinfektion muss mind. 15 Sekunden durchgeführt werden. Nach Möglichkeit soll der Herstellerhinweis beachtet werden.
    → Hände Waschen

Flächen desinfizieren:

  • Die «COVID-19-Ansprechperson » hat dafür zu Sorgen, dass sämtliche von ProbenteilnehmerInnen berührten Flächen (Instrumente, Tische, Sessel, Notenständer, Türschnallen, ...) vor und nach der Probe von den dafür bestimmten Personen mit Flächendesinfektionsmittel zu reinigen ist.

  • Türklinken/Türschnallen sollten zu Beginn und am Ende der Proben desinfiziert werden.

  • Empfehlung: Türe vor der Probe öffnen!

Lüften vor/während/nach jeder Probe:

  • Regelmäßiges Lüften dient der Hygiene und fördert die Luftqualität, da in geschlossenen Räumen die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen kann. Durch das Lüften wird die Zahl der möglicherweise in der Luft vorhandenen feinsten Tröpfchen reduziert.
  • Vor, während (spätestens nach 50 Minuten) und nach jeder Probe soll für eine Dauer von mindestens fünf Minuten gelüftet werden (nach Möglichkeit Querlüften).
  • Dies gilt auch für alle weiteren dauerhaft bzw. gemeinsam genutzten Räumlichkeiten wie z. B. dem Aufenthaltsraum.

Klimaanlage:

  • Das Betreiben von Klimaanlagen ist mit dem Gebäudeerhalter bezüglich der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften abzuklären.

  • Das Übertragungsrisiko über RLT (Raumlufttechnische Analgen, z. B. Lüftungs- und Klimaanlagen) ist insgesamt als gering einzustufen. Von einer Abschaltung von RLT wird abgeraten, da dies zu einer Erhöhung der Aerosolkonzentration in der Raumluft und damit zur Erhöhung des Infektionsrisikos führen kann.
  • RLT mit Außenluft nicht abschalten, die Außenluftvolumenströme nicht reduzieren; Außenluftströme wenn möglich erhöhen.
  • Besonders wichtig ist abzuklären, ob es sich um eine Umluftklimaanlage handelt. Umluftanteile, soweit in den Anlagen vorhanden, zugunsten der Außenluftanteile soweit wie möglich reduzieren.
  • Viruspartikel können sich im Inneren der Anlage an Oberflächen von Rotationswärmeübertragern (das sind Bauteile der Anlage) ansammeln und dadurch von der Abluft in die Zuluft gelangen. Daher wird empfohlen rotierende Wärmeübertrager während SARS-CoV-2-Episoden (vorübergehend) abzuschalten. Andere Wärme­übertrager (wie z. B. Plattenwärmetauscher), die eine weitgehend vollständige Trennung zwischen Zu- und Abluft garantieren, stellen kein Problem dar.


Nicht berühren:

  • Das Berühren von Augen, Nase oder Mund ist generell zu vermeiden (Hände können Viren aufnehmen und übertragen).

  • Das Berühren von anderen Instrumenten und Gegenständen ist soweit wie möglich zu unterlassen . Sollten solche Berührungen unbedingt nötig sein, müssen die Hände gewaschen oder Einweghandschuhe getragen werden, die nach jedem Kontakt zu entsorgen sind.

  • Instrumente (Schlagwerk, Sticks, …) und Arbeitsmittel sind nach Möglichkeit personenbezogen zu verwenden (kein Instrumententausch, Griffunterstützung, ...). Wo das nicht möglich ist, ist eine regelmäßige Reinigung insbesondere vor der Übergabe an andere Personen vorzusehen. Andernfalls sind bei der Verwendung der Instrumente geeignete Schutzhandschuhe zu verwenden, sofern hierdurch nicht zusätzliche Gefahren entstehen. Die benutzen Handschuhe sind hinterher sofort zu entsorgen.
  • Wenn möglich und wenn kein Geschirrspüler vorhanden ist, soll Einmalgeschirr verwendet werden.
  • Die gemeinsame Benutzung von z.B. Schreibutensilien, Geschirr ist zu vermeiden bzw. nach Benutzung zu desinfizieren. 
  • Keine gedruckten Informationszettel an die MusikerInnen verteilen (z.B. Proben-, Konzertplan) - digitale Möglichkeiten verwenden.

Besondere Hinweise zu Atemhygiene und instrumentenspezifischer Hygiene:

  • Beim Husten oder Niesen müssen Mund und Nase mit gebeugtem Ellbogen oder einem Papiertaschentuch bedeckt werden. Das Taschentusch ist hinterher sofort zu entsorgen!

  • Im gesamten Probeablauf ist auf die instrumentenspezifische Hygiene zu achten: Instrumentenreinigung, Kondensat, Stimmen des Instruments, Oberflächen, … .

  • Für Musikinstrumente mit Kondensatbildung sind besondere Hygienemaßnahmen für die Beseitigung, Reinigung oder Desinfektion vorzusehen (z.B. regelmäßiges Reinigen des Bodens, Einweg-Papiertücher benutzen, geschlossene Abfalleimer bereitstellen, ein entsprechendes Einweggefäß pro MusikerIn für Kondensat (Speichel, …) ist bereit zu stellen bzw. zu verwenden).

  • Wir empfehlen das Ablassen des Kondenswassers auf den Fußboden zu vermeiden und in einem Auffangbehälter oder saugfähigem Fließpapier zu entsorgen.

  • Des Weiteren sollten MusikerInnen zur Säuberung der Instrumente nicht durch diese hindurchblasen.

  • Die Reinigung von Blasinstrumenten sollte, wenn irgend möglich, in separierten Räumen außerhalb des Unterrichts- oder Musiziersettings erfolgen.

  • Beim Kontakt mit Kondenswasser oder mit dem Innenraum des Instruments (z.B. Horn) ist auf eine besonders gründliche Händehygiene zu achten (Handreinigung von mind. 30 Sekunden, d.h. sehr gründliches Händewaschen mit Seife oder ggf. Anwendung eines Händedesinfektionsmittels).



Veranstaltungsbetrieb 

Mit 5. September 2020 wurde seitens Vertretern der Bundesregierung die Corona-Ampel offiziell vorgestellt. Die Ampel selbst wird erst nach Schaffung der gesetzlichen Grundlage (voraussichtlich Anfang Oktober) verbindlich werden. Bis dahin hat sie Empfehlungscharakter und es gilt die in Kraft befindliche Lockerungsverordnung. (bei grüner Ampelstellung).

Für Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze  ab 1. August sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen gilt die Obergrenze von 200 Personen. Sollten bei Veranstaltungen nicht zugewiesene oder nicht gekennzeichnete Sitzplätze bzw. ausschließlich oder teilweise Stehplätze angeboten werden, gilt jedenfalls die Obergrenze von 200 Personen.

Mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen sind in geschlossen Räumen Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen und im Freiluftbereich mit bis zu 750 Personen zulässig. Der erforderliche Sicherheitsabstand von 1 Meter ist einzuhalten.

Mit 14. September sind Indoor-Veranstaltungen bis zu 1.500 Besucherund Outdoor-Veranstaltungen bis zu 3.000 Besucher, mit Bewilligung durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde


Max. Anzahl an Personen bei Veranstaltungen:

Indoor

Outdoor

ausschließlich mit zugewiesenen Sitzplätzen

1.500

3.000

ohne zugewiesene Sitzplätze (auch nur teilweise)

50

100

Personen, die zur Durchführung einer Veranstaltung erforderlich sind (daher auch die Musiker), sind in die oben genannten Höchstzahlen nicht einzurechnen.


Bewilligungspflicht durch die Bezirksverwaltungsbehörde

Indoor

Outdoor

ab Personenanzahl

500

750


Der für eine Veranstaltung Verantwortliche hat bei Veranstaltungen mit über 200 Personen einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszu­arbeiten und dieses umzusetzen.

Bei Veranstaltungen gilt für das Personal mit Besucher/innenkontakt die Pflicht eine Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung (MNS) zu tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann (bzw. keine andere Schutzvorrichtung besteht).

Eine Ausbildung zum COVID-19-Beauftragten ist nicht verpflichtend, entsprechendes Wissen sollte jedoch vorhanden sein. Eine Ausbildung ist beispielsweise beim Roten Kreuz möglich.

Der erforderliche Sicherheitsabstand von 1 Meter ist ist einzuhalten. 

Personen, die zur Durchführung der Veranstaltung erforderlich sind (daher auch die Musiker), sind in diese Höchstzahlen nicht einzurechnen.




Jeder Veranstalter von Veranstaltungen mit über 200 Personen hat einen Jeder Veranstalter von Veranstaltungen mit über 200 Personen hat einen COVID-19-Beauftragten zu bestellen und ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und dieses umzusetzen.
Das COVID-19-Präventionskonzept hat insbesondere Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter und basierend auf einer Risikoanalyse Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsrisikos zu beinhalten.

Beim Betreten von Veranstaltungsorten in geschlossenen Räumen ist eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung (MNS) zu tragen. Dies gilt nicht, während sich die Besucher auf den ihnen zugewiesenen Sitzplätzen aufhalten, sofern der seitliche Mindestabstand von 1 Meter eingehalten wird. Die Abstandsregel gilt nicht für Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben. Getränkeausschank und Speisenverabreichung
Werden Speisen verabreicht oder Getränke ausgeschenkt, gilt § 6 der „Covid-19-Lockerungsverordnung“.  Der Veranstalter hat unter anderem die Verabreichungsplätze so einzurichten, dass zwischen den Besuchergruppen ein Abstand von mindestens einem Meter besteht. Der 1-Meter Abstand bemisst sich nach Auskunft des Sozialministeriums von Sesselmitte zu Sesselmitte. Bei Stehplätzen ist dieser Abstand nach Ansicht des Sozialministeriums von Körpermitte zu Körpermitte zu berechnen


Bewirtung bei Veranstaltungen

In geschlossenen Räumen ist die Konsumation von Speisen und Getränken nur im Sitzen an Verabreichungsplätzen zulässig.

Die Betreiber von Getränke und Speisenausgaben, sowie deren Mitarbeiter haben bei Kundenkontakt in geschlossenen Räumen eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen, sofern zwischen den Personen keine sonstige geeignete Schutzvorrichtung zur räumlichen Trennung vorhanden ist, die das gleiche Schutzniveau gewährleistet.



Feriencamps und Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit 

Feriencamps und Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit gelten als Veranstaltung. Damit sind bis 1. Juli max. 100 Teilnehmer (ohne Betreuerinnen und Betreuer) erlaubt.

Darunter fallen die Probentage, Wochenenden und Sommercamps der Jugendorchester

Bei Kindern und Jugendlichen ist davon auszugehen, dass Mindestabstände nicht adäquat eingehalten werden können. Zudem ist auch das andauernde Tragen eines Mund Nasen Schutzes nicht indiziert, da mit einer Nicht- Toleranz und dadurch Verunreinigung zu rechnen ist. Andere, altersentsprechende Schutzmaßnahmen müssen daher getroffen werden, um die Möglichkeit einer Ansteckung und Übertragung möglichst zu vermindern.

Grundlegend wird empfohlen möglichst wenige Personen in engen Kontakt zu bringen und wenn, dass diese Personen möglichst dieselben sind.

Folgende Kriterien müssen eingehalten werden:

  • Innerhalb von Kleingruppen von maximal 20 Personen kann der Mindestabstand gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, entfallen.
  • Zudem muss seitens des Veranstalters ein entsprechendes COVID-19 Präventionskonzept erstellt und umgesetzt werden



Umfassende Informationen bereitstellen

  • Die Vereinsverantwortlichen bzw. die «COVID-19-Ansprechperson » müssen die MusikerInnen speziell beim ersten Probentermin altersadäquat über sämtliche nötige Maßnahmen informieren bzw. für eine entsprechende Informationsbereitstellung sorgen (z. B. richtiges Händewaschen, Verwenden von Desinfektionsmitteln, An- und Ablegen von Masken, Benutzung der Räume, Sicherheitsabstände, Verhalten bei einem Verdachtsfall).   

  • Ebenso sind in jedem Probelokal/Proberaum entsprechende Hinweisschilder gut sichtbar anzubringen. Diese können folgend aussehen: www.bmbwf.gv.at/hygiene 



Bei einem Verdachtsfall

Krank? Symptome? Zuhause bleiben! 

  • Jede Person, die Symptome aufweist oder sich krank fühlt, darf nicht an Probe oder an einem Konzert teilnehmen. Dies gilt insbesondere bei Husten und Erkältung.
  • Symptome: Husten, Atemnot, Fieber (über 38°C), Gliederschmerzen oder allgemeine Erkältungssymptome, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Geschmacks- oder Geruchsverlust.

Symptome? 1450 anrufen!

  • Wenn eine Person im Raum Symptome aufweist oder befürchtet, an COVID-19 erkrankt zu sein, muss diese Person sofort in einem eigenen, abgesonderten Bereich isoliert bzw. sofern möglich angeleitet werden, das Gebäude umgehend zu verlassen.
  • Kontaktieren Sie unmittelbar die telefonische Gesundheitsberatung unter 1450 und zusätzlich den amtsärztlichen Dienst, um eine weitere Abklärung vornehmen zu können.
  • Sollte im näheren Umfeld (gemeinsamer Haushalt, unmittelbare persönliche Kontakte, ...) einer Musikerin/eines Musikers ein positiver COVID-19 Fall auftreten, ist für eine mögliche Feststellung von Kettenkontakten bzw. Initiierung entsprechender Quarantänemaßnahmen umgehend die Vereinsleitung oder die «COVID-19-Ansprechperson » des Musikvereins zu informieren (bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses einer Testung darf kein physischer Kontakt mit Menschen vorhanden sein).

Maßnahmen in von mehreren Personen genutzten Bereichen des Probebereiches (Hotspots)

  • Für jeden Raum ist eine Anzahl von Personen, die sich in dem Raum aufhalten dürfen, festzulegen. Diese Information ist sichtbar anzubringen.
  • Die erlaubte Anzahl von Personen, die gleichzeitig im Gemeinschafts-/Sozialraum anwesend sein dürfen, ist vom Vorstand auf Basis der allgemein gültigen Abstandsregeln festzulegen. Zu beachten ist, dass der Sicherheitsabstand von einem Meter gewährleistet sein muss bzw. wenn das nicht möglich ist, wird das Tragen eines MNS empfohlen. Bei Bedarf und Möglichkeit sind andere Räumlichkeiten als Ersatz für die MusikerInnen zu adaptieren bzw. bereitzustellen. Eventuell ist diese Möglichkeit auch im Freien bereitzustellen.  Ebenso sollte das Absperren von Bereichen vorgenommen werden. 
  • Konferenzen und Sitzungen werden im Rahmen der zur Verfügung stehenden technischen Ausstattung (etwa als Videokonferenzen) abgehalten. Der Konferenz- und Sitzungsbetrieb mit physischer Anwesenheit ist auf das unbedingt erforderliche Maß zu reduzieren bzw. die entsprechenden Raumgrößen, Abstandsregeln und eventuell das Tragen eines MNS sind zu berücksichtigen.
  • Für nötige Vorbereitungsarbeiten durch Verantwortlichen (z.B. Registerverantwortliche; z.B. Kopieren, Internetrecherche, ...) ist ein Zeitplan zu erstellen, damit die erlaubte Personenanzahl zu keinem Zeitpunkt überschritten wird.

Maßnahmen für Personen, die zur Risikogruppe gehören

  • MusikerInnen, die der Risikogruppe angehören, sollten bis auf Weiteres der Probentätigkeit fern bleiben (Eigenverantwortlichkeit).
  • Wenn Sie nähere Informationen allgemein zum Thema "Risikogruppen" einsehen wollen, empfehlen wir ihnen die FAQs des Gesundheitsministeriums, welche Antworten auf die häufigsten Fragen tagesaktuell aufbereiten.

Hinweise für Probelokalerhalter

Die Verantwortlichen des Probebetriebs vor Ort haben sich über alle nötigen Maßnahmen in Kenntnis zu setzen. Es werden folgende Fragen hervorgehoben: 

  • Bei Mehrfachnutzung von Räumlichkeiten (Musikschule teilt sich die Räume mit Regelschulen, Vereinen, ...) ist die Verfügbarkeit zu klären.
  • Konzept für Zutritt und Umgang für betriebsfremde Personen erstellen, z. B. über die Maßnahmen zu informieren, die aktuell im Musikverein hinsichtlich des Infektionsschutzes gelten.
  • Konzept für die Benutzung z.B. des Lifts erstellen (z.B. nur einzeln benutzen).
  • In allen Räumen, die für die Proben- oder Konzerttätigkeit bzw. Sitzungen oder Konferenzen genutzt werden, ist auf Sauberkeit und eine regelmäßige Reinigung zu achten (Probe- und Konzerträume, Aufenthalts- und Sozialräume, Organisationsräume, sanitäre Einrichtungen, ...).
  • Bereitstellen von Waschgelegenheiten mit fließendem Wasser. Die ausreichende Bestückung aller Sanitäranlangen mit Seifenspendern, Einweghandtüchern, Desinfektionsmitteln und Hautpflegemitteln muss zu jedem Zeitpunkt gesichert sein.
  • Die Einweisung des Reinigungspersonals ist entsprechend der neuen Vorgaben sicherzustellen.
  • Reinigungskräfte in exponierten Bereichen müssen zu ihrem Eigenschutz Schutzhandschuhe verwenden und auf die richtige Verwendung hingewiesen werden (z.B. korrektes Ausziehen der eventuell kontaminierten Handschuhe).
  • Ausschließlich personenbezogene Benutzung jeglicher Persönlicher Schutzausrüstung (PSA).
  • Eine gründliche Reinigung aller Räumlichkeiten, in denen sich Personen aufhalten, ist mindestens vor jeder Probe bis zu einmal täglich durchzuführen. Mülleimer müssen mindestens einmal täglich geleert werden. Die Desinfektion von Flächen oder Gegenständen, die von besonders vielen Personen beansprucht werden – z.B. Notenständer, Türklinken, Lichtschalter, Liftknöpfe, Treppengeländer, Tastaturen und Computermäuse, Kopiergeräte, Kaffeemaschine, Kühlschränke, etc. – hat mehrmals täglich zu erfolgen.

Weitere Maßnahmen

  • Adaptierung der Regelungen für GEMEINSAME / Mehrfachnutzungen von Räumen (z.B. gemeinsam mit Musikschule), nötige Pausen für Raumlüftung und Desinfektion, nötiger Raumtausch aufgrund Größenvorgaben etc. sind entsprechend zu organisieren bzw. bereitzustellen.
  • Bei MusikerInnen, die aus anderen Ländern/Regionen zur Probe/Veranstaltung anreisen, müssen die jeweils gültigen Quarantäne- und Einreisebestimmungen beachtet und eingehalten werden.
  • Hinweis: Es ist zu prüfen, ob die Ressourcen für die Reinigung erhöht werden müssen oder ob die Arbeit der für die Reinigung zuständigen Personen anderweitig zu organisaieren ist, um die Desinfektionstätigkeiten zu priorisieren!